01.05 2026

Geibenstetten – Bunter Maibaum als Zeichen der Dorfgemeinschaft

Maibaumdiebe haben in Geibenstetten keine Chance, nicht nur wegen der etwas „versteckten Lage“ des kleinen Dorfes mitten in einem großen Waldgebiet, dem Dürnbucher Forst. Genau diesen nutzten sie als Versteck für ihren bereits vor vier Wochen gefällten Baum, nachdem er entrindet wurde.

Mit einem extra gebauten „Nachläufer“ holten einige junge Burschen den prächtigen Baum rund zwei Stunden vor Beginn der Vorbereitungen zum Aufstellen aus dem Wald. Bis zum Eintreffen der ersten Helfer lag er am „helllichten Tag“ direkt neben der Ortsdurchgangsstraße.

Das untere Ende des rund 22 Meter langen Stammes wurde an die fest einbetonierten Stahlkonsolen angepasst und eine weiß-blaue Windfahne wird an Stelle des Gipfels den Geibenstettenern in Zukunft die Windrichtung anzeigen.

Kunterbunt wehten gleich nach dem Anbringen die roten, blauen, grünen, violetten und weißen Krepppapierbänder am obersten Kranz und der oberen Hälfte des Baumes.

Unter dem Kommando von Bernhard Fanderl hoben zahlreiche kräftige Männer den Baum vom Transportwagen und legten ihn bereit zum Aufstellen. Mit dabei waren auch viele Feuerwehrkameraden des Patenvereins Mühlhausen, „weil wir gehört haben, dass unsere Kameraden aus Geibenstetten Unterstützung gebrauchen können“ so der zweite Vorsitzende aus Mühlhausen, Wolfgang Liedl.

Unter den Kommandos „Vorne brauch man no a paar Leit“, „Pack´mas zu-gleich“, „kurze Zange unten rein“, „ho ruck“ und “probier mas no amal – hau ruck“  hob sich der Baum in die Höhe.

Nach rund einer Stunde stand der Baum unter dem Beifall der zahlreichen Zuschauer senkrecht.

Blau-weiß gekreuzte Fähnchen-Paare und Zunftzeichen mit dem Wappen von Bayern und Geibenstetten symbolisieren die Verbundenheit mit der bayerischen Heimat.

Bilder von der Kirche St. Andreas, dem Feuerwehrhaus und dem Freibad zeigen den Passanten die zentralen Plätze und das Wappen der Freiwilligen Feuerwehr als das zentrale Herz des Ortes an.

Bericht: Josef Kastl


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