Herrliches Spätsommerwetter brachte die Gläubigen ins Schwitzen
Es war stockfinster um sechs Uhr früh an der Pfarrkirche St. Vitus in Mühlhausen, als sich bei acht Grad Lufttemperatur und Vollmond eine kleine Pilgerschar auf den Weg machte. Beim Einmarsch in die Wallfahrtskirche St. Salvator in Bettbrunn war die Gruppe dreimal so groß.
Das Geläut der Kirchenglocken war das Signal zum Losmarschieren in Richtung Geibenstetten. Nach rund einer halben Stunde schlossen sich bei Tagesanbruch dort weitere drei Gläubige der Gruppe an. Betend und singend zogen sie vorbei an dem Weiler Umbertshausen nach Schwaig und weiter über die Donau nach Pförring. Dort öffnete Pfarrer Michael Saller das Pfarrheim für die erste größere Rast nach rund 13 km. Zeitgleich kam auch eine kleine Pilgergruppe aus der Pfarrei St. Laurentius in Neustadt a.d. Donau.
Nach 30 Minuten machten sie sich gemeinsam mit weiteren „Neuzugängen“ bei strahlendem Sonnenschein auf dem Weg nach Ettling, wo ab dem Ortsende erstmals ein „neuer“ Pilgerweg gegangen wurde.
Über befestigte landwirtschaftliche Wege führte dieser entlang abgeernteter Felder auf einer Länge von rund 9 Kilometer nach Oberdolling.
Dort war im Vereinszentrum „D´Roßschwemm“ die Gelegenheit, sich mit frischen Getränken und einer Brotzeit zu stärken.
Einen ersten Eindruck vom Herbst boten die Bäume im Köschinger Forst auf der letzten 7,5 Kilometer langen Etappe.
Mit Gebeten, Lobpreisungen und Danksagungen regte Pfarrer Thomas Stummer die Gläubigen zum Mitbeten und zu meditativen Gedanken an. Das erleichterte so manchen Pilger, das zügige Gehen bei leicht bergauf führendem Weg durchzuhalten. Als nach der letzten Kurve und der letzten Steigung die Wallfahrtskirche St. Salvator zu sehen war, war die Freude über das „Geschafft haben“ bei den Pilgern zu spüren.
Beim Einzug in die Kirche standen die Fahrradpilger Spalier, die sich um elf Uhr in Neustadt mit dem E-Bike auf dem Weg gemacht hatten.
Zusammen mit vielen Gläubigen aus der Pfarreiengemeinschaft Neustadt-Mühlhausen, die mit dem Pkw nach Bettbrunn gekommen waren, brachten sie beim abschließenden Gottesdienst mit Pfarrer Thomas Stummer Dank und Bitten dem Heiligen Salvator vor.
Bericht: Josef Kastl



