06.01 2017

Die Sternsinger bringen Segen in die Häuser

In Bayern ist der erste Feiertag des Kalenderjahres „Hl. Dreikönig“ am 06. Januar. Damit wird der Besuch der 3 Könige aus dem Morgenland an der Krippe von Christus gefeiert.

Traditionell gehen am Tag vor dem 06. Januar die Ministranten als Sternsinger durch die Dörfer und Städte.

Dieser Brauch wird auch in der Pfarrgemeinde Mühlhausen und Geibenstetten seit jeher gepflegt. In prunkvollen Gewändern, die mehrere Frauen in den letzten Jahren selbst geschneidert haben, ziehen die 48 Ministrantinnen und Ministranten in Gruppen von Haus zu Haus.

Die Sternsinger wurden am 05. Januar um 09.00 Uhr von Kaplan Maximilian Roeb bei einer feierlichen Andacht in der Pfarrkirche St. Vitus ausgesandt. Anschließend gingen Sie von Haus zu Haus und trugen ein Gebet mit Segenswünschen bzw. ein Lied vor.

Verbunden mit der Bitte um eine Spende für die Aktion „Gemeinsam für Gottes Schöpfung – in Kenia und weltweit“ wurde an den Haustüren die Aufschrift „19   C + M + B   17“ angebracht. Das ist die Abkürzung der lateinischen Worte „Christus mansionem benedicat“ und heißt übersetzt „Christus segne dieses Haus“.

Ungefähr 4 bis 5 Stunden waren die Sternsinger im Unterdorf, Oberdorf und den Wohngebieten unterwegs. Nachdem sie sich bei einer warmen Brotzeit gestärkt hatten, wurden die von den Leuten gespendeten Süßigkeiten auf alle Teilnehmer verteilt. Das gesammelte Geld kommt vollständig der deutschlandweiten Spendenaktion zugute.

Den Gottesdienst am Dreikönigsfest am 06. Januar gestalteten auch die Sternsinger. Die Ministranten durften die prächtigen Gewänder nochmal anziehen und gaben so dem Gottesdienst eine feierliche Atmosphäre.

Nach dem Anziehen der verschiedenen Kleidungsstücke und Kopfbedeckungen im Pfarrheim machten sich die Sternsinger auf den Weg zur Pfarrkirche. Gemeinsam mit dem Stadtpfarrer Monsignore Johannes Hofmann zogen sie feierlich in die Kirche ein. Da fast alle Sternsinger am Gottesdienst teilnahmen, glich der Altarraum einem Saal voller Könige.

Nach dem Auszug am Ende des Gottesdiensts stellten sie sich zu einem Gruppenbild auf.

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In der heutigen Zeit der Medien und der Globalisierung ist es wichtiger denn je, solche Traditionen zu pflegen und auch die Kinder und Jugendlichen dafür zu begeistern. Dass hier die Begeisterung sehr groß ist, zeigt sich an der sehr hohen Anzahl der Sternsinger.

Wenn man mit älteren Jugendliche spricht, erzählen diese immer noch Anekdoten aus ihren Sternsingeraktionen.